Ich bin in Moskau geboren und gehöre zur letzten sowjetischen Generation. Meine Familie zog in die Bundesrepublik, als ich ein Kind war; ich bin in Baden-Württemberg aufgewachsen und Deutschland ist mein einziges Zuhause. In Heidelberg und Manchester habe ich Politikwissenschaft, Europäische Kunstgeschichte und Ethnologie studiert.
Mehrjährige Auslandseinsätze als Analyst führten mich nach Zentralasien, Afghanistan und Myanmar, polizeistaatliche Herrschaft und Bürgerkriegskontexte kenne ich daher aus nächster Nähe. Seit 2022 leite ich das Russlandprogramm der Friedrich-Ebert-Stiftung mit Standorten in Riga und Berlin, seit 2025 außerdem das Regionalbüro Osteuropa mit einem Team in Kyjiw.
Mein Schwerpunkt ist das Zusammenspiel russischer Innen- und Sicherheitspolitik. Ich berate politische Entscheidungsträger, die Russland in ihrer Arbeit mitdenken müssen – und übersetze komplexe Entwicklungen in Einschätzungen, die ihnen Orientierung geben.
Meine Arbeit verbindet die Auswertung von Primärquellen und datenbasierte Recherche mit Erkenntnissen aus Track-2-Dialogen, Kontakten nach Russland und investigativen Exilprojekten.